13. Oktober 2011, von Hedwig

Das isch es gsi

Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser

 

Das wird nun wohl auch mein letzter Blogbeitrag sein.

Ich möchte mich bei allen Leserinnen und Lesern ganz herzlich bedanken für Ihr Interesse und für viele positive Reaktionen. Für mich war das eine spannende, aber auch intensive Zeit.

Ich wünsche allen eine schöne Herbst – und Winterzeit – Kopf hoch, der nächste

Sommer kommt bestimmt!

Ganz Liebi Grüess

Hedwig

 

En Alpsommer

Verklungä ischt z’letschtä Gloggäglüt

Ins Tal z’rugg kehrt sind Herdä und Hirtälüt

En Rueh ischt ekehrt, es chann fascht nit sii

Scho wieder ischt en Alpsommer verbii

 

D’Vorfreud ischt gross gsi, viel Arbet het gwartet

Eso sind wier voll Tatädrang in d’Alpsaison gstartet

Zünä, holzä,putzä,züglä und scho chömmä d’Chüe

En schönä Moment, mä vergisst alli Müeh

 

Doch wies eso ischt, dr Alltag kehrt i

Viel freudigi Moment, aber au anders muess sii

D’Chüe gäbä viel Milch, dank der guetä Weid

Wier chönnä chäsä und schmalzä es ischt en Freud

 

Bald ischt der Chäscheller vollä

D’Purä chömmä die erschtä Chäs go holä

Uf z’Gmüet schlat ünsch im Juli dr ahaltend Regä

Guttlä und hinkendi Chüe, es isch nit zum sägä

 

Mä stellt sich dä d’Frag:” Warum tuen ich mier das a?”

Doch d’Sunnä vom Auguscht lat die Gedankä verga

Bi Herbschtwetter es chönnt schöner nit si

Rumä wier zämä dä dr Alpsommer ischt bald verbii

 

Der letscht Tag ischt abrochä, dr Chäscheller scho leer

D’Purä sind z’friedä, z’Gfühl vom Älpler z’beschribä ischt schwer

Stolz, Gnuegtueig, Z’fiedenheit, mä ischt eifach froh

Doch ganz teuf im Herz d’ Vorfreud uf dä nägscht Sommer, es ischt halt eso

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13. Oktober 2011, von Hedwig

Reise des Bündner Älplervereins

Am Montag den 3.Oktober steigen 19 Mitglieder des Bündner Älplervereins in Ilanz, Reichenau und Landquart in den Car und brechen noch in der Dunkelheit auf zu einer dreitägigen Reise.

Die erste Etappe, mit Kaffehalt in Würenlos führt uns an den Bielersee. In Twann steigen wir vom Car um auf das Schiff “Berna”. Die Aussicht auf die herrliche Landschaft mit Rebbergen wird getrübt von dichtem Nebel.  Wir lassen uns die gute Laune aber nicht verderben. Zumal wir auf der mehr als zwei Stunden dauernden Schifffahrt über den Bieler- Neuenburger- und Murtensee ein feines Mittagessen serviert bekommen.

 

In Murten verlassen wir dann bei strahlendem Sonnenschein das Schiff. Wir nehmen uns Zeit in diesem geschichtsträchtigen  Städtchen zu verweilen und machen einen Rundgang über die Ringmauern.

Bereits am frühen Nachmittag treffen wir  in Schwarzsee ein. Wo wir für zwei Nächte logieren. Das herrliche Wetter läd zu einer Sesselbahnfahrt auf Riggisalp ein.

 

 

Am Dienstag führt unsere Reise ins Reifungs- und Vermarktungslager L’Etivaz fromage d’alpage AOC nach Etivaz. Was wir da zu sehen, zu hören und zu geniessen bekamen hat wohl alle sehr beeindruckt. Bereits im Jahre 1934 wurde der erste gemeinsame Käsekeller für über 70 Alpen gebaut. Daraus hat sich ein Unternehmen entwickelt, dass es versteht das Produkt L’Etivaz, produziert nach AOC Anforderungen, dank den strengen Qualtitätsanforderungen an die Produzenten und der zentralen  Reifungs- und Vermarktungsstrategie international erfolgreich zu vermarkten.

Wir werden im ” La Maison de L’Etivaz” freundlich bewirtet und von unseren Gastgebern mit Treichelklängen verabschiedet.

 

Auf der Rückreise besuchen wir in Bulle eine Metallverarbeitungsfirma, wo unter anderem auch Stahlschellen hergestellt werden. Nach einer kurzen Besichtigung des Betriebes “war es dann um unsere Männer geschehen”.  Lassen uns Frauen eher Kleider und Blumen das Herz höher schlagen, so sind es bei den Männern die Glocken und Treicheln. Eingedeckt mit Glockengeläut konnte man glauben ein ganze Viehherde würde mit uns den Car besteigen.

Dieser  herrliche  Herbsttag hatte uns aber noch mehr zu bieten. In Schwarzsee angekommen, laufen wir noch zu der nahegelegenen Alphütte Huburippa, von wo aus man eine traumhafte Aussicht geniessen kann. Dort erzählt uns der langjährige Pächter etwas über die Alp- und Landwirtschaft in dieser Region.

 

Am Mittwoch fahren wir über Schwefelbergbad – Gurnigelbad – Emmental – Entlebuch wieder langsam Richtung Graubünden. Wir geniessen die herrliche Aussicht und machen einen spontanen Halt, als wir an einer Viehausstellung vorbeikommen.

In Landquart, Reichenau und Ilanz verabschieden wir uns und alle kehren nach drei gemütlichen Tagen zurück in ihren Alltag.

 

Weitere Bilder der Reise finden Sie in der Fotogalerie.

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02. Oktober 2011, von Martin

Kantonale Alpkäseprämierung am Plantahof

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 21. September fand am Plantahof in Landquart die kantonale Alpkäseprämierung statt. Insgesamt nahmen 83 Sennalpen an der freiwilligen Taxierung teil.

 

Sechs Experten, einer davon war ich, aufgeteit in drei Teams, hatten die schwierige Aufgabe die Käse  nach folgenden Kriterien zu beurteilen:

- Äusseres u. Lagerfähigkeit

- Teig

- Geschmack u. Aroma

- Lochung

 

Fast alle Käse waren sehr gut gepflegt. Bei Teig und Lochung waren die Unterschiede schon grösser. Das schwierigste Kriterium jedoch ist das Beurteilen von Geschmack und Aroma.

 

Fünf Alpen erreichten das Punktemaximum von 20 Punkten. Mehr als die Hälfte der prämierten Käse konnte als ” sehr gut” ausgezeichnet werden. Der gesamte Durchschnitt der prämierten Käse war bei 19.47 Punkten. Die Qualität der im Sommer 2011 produzierten Käse ist also einmal mehr sehr gut.

 

Für meinen eigenen Käse erhielt ich die Punktezahl 19.75, womit ich sehr zufrieden bin.

 

Für mich ist die Arbeit als Experte sehr interessant und eine echte Herausforderung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Anlass ist aber auch Gelegenheit sich mit Älplerkollegen zu treffen und auszutauschen.

 

Rückblickend kann ich sagen dieser Tag war für mich sehr interessant und lehrreich.

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