28. September 2011, von Monika

Auf Wiedersehen Simmental!

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Mein allerletzter Blogeintrag…

 

Wir sind nun schon über eine Woche zu Hause und leben uns langsam aber sicher wieder ein. Natürlich fehlen die Tiere, Aussicht und die Bergluft schon.

 

Am Dienstag sagten wir unseren Girls, Ladies und Mirko Tschüss. Der Alpabzug hatte nicht viel mit Romantik zu tun, da ein Lastwagen die Tiere abgeholt hat. Aber ehrlich, ich konnte schon morgens beim Melken die Tränen nicht zurückhalten und wenn ich Markus anschaute, sah ich auch dort Augenwasser.

 

Die Galtkühe und Guschtis blieben jedoch noch bei uns. Ich war froh, dass diese ums Haus weideten, so war der Zimmerboden nicht ganz so ausgestorben.

Ein letzter herrlicher Sonnenuntergang

 

Die restlichen Tage verbrachte Markus vorwiegend damit, die Ställe auf Hochglanz zu polieren. Ich war mit dem Einziehen der Stromzäune beschäftigt und packte und putzte im Haus.

 

Dann am Donnerstag, unser allerletzter Tag im Simmental. Der Abschied vom Zimmerboden und von den Site-Älplern ist uns schon nicht leicht gefallen. Aber jedes Ende bringt auch einen Anfang…

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser, ich bedanke mich für die vielen tollen Reaktionen von Euch und wünsche Euch weiterhin schöne Herbsttage und alles Gute!

 

Uf Widerluege!

 

Monika

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14. September 2011, von Nadja

Der Abschied

Liebe Blogleserinnen, liebe Blogleser

 

Es ist soweit. Die Kühe und Schweine sind weg. Manchmal haben wir uns gewünscht, der Tag möge kommen und trotzdem ist es jetzt ein trauriges Gefühl. Heute Mittwoch, am ersten “freien” Tag, ist es neblig, regnerisch und es herrscht eine Totenstille. Zeit, einen Rückblick auf den vergangenen Sommer zu wagen:

 

Martin

Ein lange gehegter Traum hat sich erfüllt, einen Sommer auf der Alp mit allem was dazu gehört. Noch erfreulicher ist die Tatsache das ich genau am richtigen Platz gelandet bin. Die Arbeit in so einem jungen und schwungvollen Team war sehr

lehrreich, wie angenehm. Jetzt freuen sich doch alle auf den wohlverdienten Ausklang und die bevorstehenden Ferien.

Sonnige Grüsse von der Site

  

Simon

Ich war wirklich glücklich auf der Alp. Da kann man sein, wie man ist. Und ich liebe das Käsen. Komme was wolle, ich bin nächstes Jahr bestimmt wieder hier. Ich werde bestimmt noch eine Weile bleiben, um die Zäune abzulegen, Holz zu spalten und aufzuräumen. Aber es ist nicht mehr dasselbe…

 

Nadja

Es war ein toller Sommer! Auch wenn mich die Kühe manchmal an den Rand der Verzweiflung gebracht haben, fand ich es schön, mit Tieren zu arbeiten. Auch im Team hat es gut funktioniert. Wie schön war es, nach getaner Arbeit auf dem Bänkli vor der Hütte zu sitzen, die Kühe und das Abendrot zu beobachten! Auch war es immer gemütlich, wenn wir mit Kollegen am Abend grillieren konnten. Eifach zfride! Ich weiss noch nicht genau, ob ich nächstes Jahr wieder dabei sein werde, aber wenn nicht, würde ich die Alpzeit bestimmt vermissen. Auf vieles mussten wir verzichten, manchmal war ich mit den Nerven am Ende und trotzdem haben wir es geschafft. Das ist unbeschreiblich!

 

Auf dem Hundsrügg

Am Dienstag, nachdem alle Tiere abgegeben worden sind, haben wir sofort die wiedererlangte Freiheit genossen. Markus, Monika, Martin, Simon und ich haben uns am späten Nachmittag auf den Weg Richtung “Hundsrügg” gemacht. Unser “Hausberg” bietet eine wunderschöne Aussicht und so konnten wir gemeinsam auf den überstandenen Sommer anstossen. Die Fotos dazu finden Sie in der Galerie. Und vielleicht spüren auch Sie die Magie und unsere Freude am Leben… Einfach traumhaft!

 

Tja das war’s. Martin verlässt uns am 15. September. Simon und ich werden noch eine Weile bleiben, bis es dann Ende September in die wohlverdienten Ferien geht. Ich danke euch, liebe Leserinnen und Leser, für das Interesse, die Kommentare und all die persönlichen Rückmeldungen!

 

Noch etwas: Für alle, die nicht mehr daran geglaubt haben; meine Sonnenblumen blühen jetzt!! :-)

 

Alles Gute und vielleicht bis bald

Nadja

  

Noch ein letzter Nachtrag: Die Wette bezüglich der Gewichtdifferenz hat Monika gewonnen (+ 4kg) . Dicht gefolgt von mir (+2kg). Die Jungs konnten das Gewicht halten (Martin hat sogar 3kg abgenommen). Die Kiste Bier hat Monika schon bezahlt. Danke, Möne! :-)

 

Endlich!

Herrliches Znacht

 

 

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12. September 2011, von Monika

Alpaction mit Happy End

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Wir haben die herrlich schönen Augustwochen und die sonnigen Septembertage in vollen Zügen genossen. Tolles Wetter in wunderbarer Kulisse – was will man mehr!

 

Eine ganz neue Erfahrung war für uns das Lischnen. Da sich Site- und Zimmerboden-Team gegenseitig unterstützt hat, war das Rechen doch eigentlich recht kurzweilig. Trotz einigen Blasen an den Händen hat’s grossen Spass gemacht. Unser Lischestöckli in der Heubühne ist doch recht stattlich geworden.

Prinzessin und Perle

 

Vor einigen Wochen hatten wir ein ganz schönes Samstagabend-Programm; statt Ausgang oder Benissimo hat die Kuh Prinzessin auf der Weide ihr Kälbchen Perle geboren. Beim Eindunkeln haben die Besitzer die beiden Tiere dann abgeholt und gleichzeitig auch die Zwillinge Mireille und Michelle mitgenommen. Ein hübsches Füderchen konnten sie da nach Hause bringen. Herzlichen Glückwunsch!

 

Letzte Woche haben wir von den ersten zwei Kühen Abschied genommen. Das war für uns also der Anfang vom Ende. Morgen gehen nun alle anderen Kühe heim. Wir schauen dem mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen. Wir haben uns einerseits ganz fest aneinander gewöhnt und die Tiere sehr lieb gewonnen, andererseits freuen wir uns auch auf unser „normales Leben“ zuhause. Freunde treffen, Ausschlafen, Turnen gehen – all dies fehlt uns unterdessen schon.

 

Statt gemütlich Zäume einziehen, aufräumen und packen hatten wir heute doch noch ziemlich Action. Ein Viehbesitzer wollte heute Morgen seine zwei Galtkühe sowie seine Kälber abholen. Markus machte sich nach dem Morgenessen auf zur Weide und stellte fest, dass beide Kühe letzte Nacht gekalbt hatten. Die Kuh Falter und ihr Käbli waren wohlauf, die zweite Kuh Francine jedoch lag wie tot in der Weide und konnte sich kaum noch bewegen. Sie war in einem kritischen Zustand! Wir informierten sofort die Besitzer, die unverzüglich den Tierarzt aufboten und auch selber zur Weide kamen. Der Tierarzt verabreichte der Kuh viel Energie; jedoch konnte sie nach wie vor nicht aufstehen. Wir suchten unterdessen das Kalb und fanden es etwas weiter oben im Berg im Gras liegen. Es war noch recht schwach, aber wohlauf. Alle weiteren Versuche vormittags, die Kuh zum Aufstehen zu bewegen, scheiterten. Aber dann, am Nachmittag ist sie endlich aus eigener Kraft wieder auf die Beine gekommen und konnte nach Hause gebracht werden.

 

Wir sind erleichtert, dass unser Alpabschluss ein gutes Ende nimmt und wünschen der Besitzerfamilie mit ihren Kühen und ihren beiden Kuhkälbchen viel Glück und Erfolg!

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